Kletterkünste am "Indianer" und am grossen Schlattkopf

Texte von Hans Speck

Foto: Kurt Meyer
Foto: Kurt Meyer

Was viele nicht wissen: Netstal hat einen Klettersteig! Einen Klettersteig mit vielen Überraschungen, beispielsweise eine Höhle, zahlreiche Leitern, eine Seilbahn, einen Notausgang und ein Gipfelbuch. Der anspruchsvolle Klettersteig "Indianer" befindet sich an den beiden Schlattköpfen oberhalb des Netstaler Naherholungsgebietes "Schlatt". Am 4. Mai 2014 wurde dieser Klettersteig durch einige Kletterfreaks aus dem Kanton Glarus erstellt. Seit dieser Zeit sind die die Kletterpartien am grossen und am kleinen Schlattkopf bestens bekannt. Sportkletterer aus dem In- und Ausland machen deshalb sehr gerne einen Abstecher nach Netstal und versuchen sich vor allem am "Indianersteig".

In der Tat ähnelt der kleine Schlattkopf einem Indianerkopf. Ein markanter Schädel und die gekrümmte Indianernase erinnern unverwechselbar an den Kopf eines Indianers. Mittlerweile sind die beiden prägnanten Felsköpfe oberhalb Netstal zu einem beliebten Treffpunkt vieler Sportkletterer geworden.

 

Kurzes knackiges Abenteuer

Foto: Bettina Lombella
Foto: Bettina Lombella

Falls Sie sich einmal am Klettersteig "Indianer" versuchen wollen, parkieren Sie am besten Ihr Auto gleich bei der Linthbrücke oder auf dem Holzerplatz in der Nähe des Langgüetli. Der Aufstieg zu den Schlattköpfen ist gut beschildert, immer den Wegweisern entlang, über den Bach und dann hoch zur Wand. Der Steg selbst ist mit ziemlich viel Eisen relativ gut abgesichert. Auch wenn stellenweise etwas luftig, sind die schwierigen Passagen nie lang. 

Der "Indianersteig" selbst bietet einen abwechslungs-reichen Anstieg von zirka fünfzig Minuten bei einer Überwindung von rund zweihundert Höhenmetern. Unter anderem gibt es dort eine kleine Zipline, die den kleinen mit dem grossen Schlkattkopf verbindet und einen Tunnel durch den Berg. Ausserdem gibt es auf halber Route einen "Notausstieg". Der Klettersteig hat eine Schwierigkeitsstufe von 3,5/C. Ein paar Muckis in den Armen sind bestimmt von Vorteil. Highlight ist natürlich die kleine Zipline etwa in der Mitte. Auch nach dem Ausstieg am Ende geht es noch etwas abenteurlich weiter. Der Wanderweg zurück ins Tal ist gut ausgebaut und nach zirka zwei Stunden gemütlichem "Kletterseilen" ist man wieder zurück. Die Wetterbedingungen sollten gut sein und neben dem Klettersteigset sind eine 60cm Schlinge und ein Karabiner empfehlenswert.

 

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