Burgen und Wehranlagen in Netstal -

Zeitzeugen aus dem Mittelalter

Text und Bilder von Hans Speck

 

 

Welcher Bub hat nicht schon einmal von alten Burgen und Schlössern geträumt. Als dorfbekannte Lausbuben war die "Bürglen“ für uns ein eigentliches Refugium. Dort haben wir stundenlang mit Steinen selbst "Burgen“ gebaut und dazu "Ritterlis“ gespielt. Was wir damals aber nicht ahnten, war, dass in unmittelbarer Nähe tatsächlich einmal so etwas wie eine kleine Burg oder ein Wehrturm gestanden hatte. Von diesen Zeitzeugen aus dem Mittelalter sind aber nur noch Mauerreste vorhanden, die heute schwer auffindbar sind und im Laufe der Zeit von Stauden und Moos überwuchert wurden.

  

Das Refugium "Bürglen"

Gut erhaltene Trockenmauer an der Ostseite des Hügels. Koordinaten 722877 213292
Gut erhaltene Trockenmauer an der Ostseite des Hügels. Koordinaten 722877 213292

Eine Ausnahme unter den mittelalterlichen Wehranlagen des Kantons bildet die Umfassungsmauer auf "Bürglen in Netstal. Während auf allen anderen Objekten Mörtel als Bindemittel nachgewiesen ist, finden sich auf "Bürglen“ lediglich Reste von Trockenmauern. Der Name dieses auffallend, an seinem Rande steil abfallenden, rundlichen Hügels südlich von Netstal, umgeben vom Matt- und Kublihoschet-Quartier, soll vom Wort "Burg“ her stammen. Zumindest weisen historische Dokumente auf diesen Umstand hin. Die "Bürglen“ wird heute teils landwirtschaftlich genutzt und ist teils bewaldet. Und genau in dieser Waldpartie sind die Überresten von diesen erwähnten Trockenmauern zu finden, die damals das gesamte Plateau auf der "Bürglen“ umfassten. Die Dicke der Mauern schwankt zwischen 85 Zentimeter und 4 Metern. Das Mauerwerk bestand aus mit geringen Füllmaterial beschichteten, mächtigen Steinblöcken. Die höchsten Mauerteile erheben sich bis in eine Höhe 1,8 Meter über den Boden. In der Nordpartie, wo eine alte Weg-Spur erkennbar ist, dürfte die Toranlage zu suchen sein. Innerhalb des Ringes aber sind keine Mauerresten auffindbar. Die Anlage auf der "Bürglen“ war vermutlich einmal ein Refugium für die Menschen zum Schutze bei kriegerischen Ereignissen. Ähnliche Mauerresten finden wir beispielsweise auf der Alpwüstung "Bergeten“ oberhalb Braunwald. Diese erinnern stark an die Viehpferche auf den Alpen.

 

Die Turmburg "Ober Büelen"

Burghügel im Kirchengut
Burghügel im Kirchengut

Eine Ausnahme unter den mittelalterlichen Wehranlagen des Kantons bildet die Umfassungsmauer auf "Bürglen in Netstal. Während auf allen anderen Objekten Mörtel als Bindemittel nachgewiesen ist, finden sich auf "Bürglen“ lediglich Reste von Trockenmauern. Der Name dieses auffallend, an seinem Rande steil abfallenden, rundlichen Hügels südlich von Netstal, umgeben vom Matt- und Kublihoschet-Quartier, soll vom Wort "Burg“ her stammen. Zumindest weisen historische Dokumente auf diesen Umstand hin. Die "Bürglen“ wird heute teils landwirtschaftlich genutzt und ist teils bewaldet. Und genau in dieser Waldpartie sind die Überresten von diesen erwähnten Trockenmauern zu finden, die damals das gesamte Plateau auf der "Bürglen“ umfassten. Die Dicke der Mauern schwankt zwischen 85 Zentimeter und 4 Metern. Das Mauerwerk bestand aus mit geringen Füllmaterial beschichteten, mächtigen Steinblöcken. Die höchsten Mauerteile erheben sich bis in eine Höhe 1,8 Meter über den Boden. In der Nordpartie, wo eine alte Weg-Spur erkennbar ist, dürfte die Toranlage zu suchen sein. Innerhalb des Ringes aber sind keine Mauerresten auffindbar. Die Anlage auf der "Bürglen“ war vermutlich einmal ein Refugium für die Menschen zum Schutze bei kriegerischen Ereignissen. Ähnliche Mauerresten finden wir beispielsweise auf der Alpwüstung "Bergeten“ oberhalb Braunwald. Diese erinnern stark an die Viehpferche auf den Alpen.

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